Q7

WETTBEWERB Quartier 7.2 „Jüdenhof“, Dresden

 

 

Grundlegender Entwurfsgedanke ist die Schaffung eines schlüssigen Übergangs vom kleinteiligen Neumarkt zum großmaßstäblichen Kulturpalast. Es soll ein dem Kulturpalast selbstbewusst gegenüberstehendes Bauvolumen geschaffen werden. Die gewählte Architektursprache bezieht ihre Stärke aus einer klaren Gliederung, welche aus proportionalen Verhältnissen der Leitfassaden abgeleitet wird. Die zwei unterschiedlichen Nutzungen werden durch Variation durchgängig verwendeter Motive nach außen abgebildet und werden ablesbar. Das Gebäude entwickelt sich von einem Hotelgebäude in der Schössergasse – mit der Wiederholung streng gerasterter Fenster – zu einem mit Loggien aufgelockerten Wohnbau am Jüdenhof. Zur Rosmaringasse wird der Baukörper leicht überhöht und betont.

 

Durch Implementierung vorgefundener Elemente aus den umgebenden Leitbauten (Materialität, Fensterformate, Axialität, horizontale Gesimsbänder) wird die neue Fassade am Neumarkt formal verankert. Die Überführung dieser Elemente in eine moderne Architektursprache ergibt ein ausgewogenes und starkes Gegenüber zum Kulturpalast.

 

Die entstehende Fassade ist klassisch in Sockel, Schaft und Dach gegliedert. Der obere Abschluss als gestaffeltes Attikageschoss wird mit Dachterrasse realisiert. Die fehlende Möglichkeit des weiten Blickes aus den Hotelzimmern soll durch eine „Rooftop-Bar“ auf dem Dach kompensiert werden. Die Aussicht über den Kulturpalast, auf die Kreuzkirche und über den Jüdenhof Richtung Kuppel der Frauenkirche wird so öffentlich zugänglich.

 

In Anlehnung an die umgebenden Gebäude wurde als Fassadenmaterial heller, warmer Putz gewählt. Indem vorgefundene Elemente aufgenommen, und zeitgenössisch abstrahiert umgesetzt werden, entsteht eine zurückhaltende, entschlossene Architektur. Diese soll aus ihrer präzisen Detailierung Kraft und Ruhe erhalten.

 

Wettbewerb

 

Auslober:

Kimmerle GbR Jüdenhof, Dresden

 

Ergebnis:

1. Platz

Datum

Januar 27, 2014

Kategorie

Architektur - realisiert